Matratzen in Kliniken und Pflegeheimen: Wie sich die Hygiene verbessern lässt

Kategorie: Hygiene

Gut zu liegen – das ist für Patienten und Pflegebedürftige noch wichtiger als für gesunde Menschen. Denn viele von ihnen verbringen die meiste Zeit des Tages im Pflegebett. Umso wichtiger ist es, die Qualität der Matratzen im Blick zu haben. Denn tatsächlich bergen herkömmliche Matratzen Risiken, vor allem mit Blick auf die Hygiene: Hier ballen sich häufig Krankenhauskeime und kontaminieren den Matratzenkern – damit werden sie zum Überträgerherd nosokomialer Infektionen. Mit der Lentex® Hygienematratze lassen sich diese Probleme beheben.

Das Einhalten von Hygienevorschriften ist in Pflegeheimen und Kliniken besonders wichtig, um die oftmals bereits immungeschwächten und Infekt anfälligen Patienten vor Erregern zu schützen. Denn hier kommt es immer wieder zu nosokomialen Infektionen, die zu längeren Behandlungszeiten und weiteren gesundheitlichen Komplikationen führen können. Dabei sind es vor allem Matratzen, die in Einrichtungen des Gesundheitswesens einer starken Kontamination ausgesetzt sind. Ihnen sollte daher ein besonderes Augenmerk gelten.

Risiko Schutzbezug: Encasing wägt in falscher Sicherheit

Konventionelle Klinikmatratzen verfügen in der Regel über ein Encasing, das als Zwischenbezug zwischen Matratze und Bettlaken aufgezogen wird. Seine Aufgabe: Die Matratze vor Verunreinigungen zu schützen. So soll vor allem eine Kontamination mit Krankenhauskeimen verhindert werden – denn diese können beim Patienten zu schwerwiegenden, mitunter sogar lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

Was dem Schutz des Patienten dient, hat jedoch auch Schwachstellen. So bieten Reißverschlüsse und Nähte am Encasing eine Eintrittspforten, durch die die Erreger in die Matratze eindringen können. Hinzu kommt, dass die Oberfläche des Encasings mit der Zeit porös und damit durchlässig werden kann. Dafür gibt es verschieden Ursachen:

Was dem Schutz des Patienten dient, hat jedoch auch Schwachstellen. So bieten Reißverschlüsse und Nähte am Encasing eine Eintrittspforten, durch die die Erreger in die Matratze eindringen können. Hinzu kommt, dass die Oberfläche des Encasings mit der Zeit porös und damit durchlässig werden kann.

Dafür gibt es verschieden Ursachen:

  1. Vorzeitiges Altern durch Hydrolyse: Die zumeist mit einem dünnen Polyurethan beschichtete Textilien sind hydrophil. Sie absorbieren also Flüssigkeiten, die eine kurzfristige Veränderung der Polyurethan-Eigenschaften herbeiführen. Der Schutzbezug kann aufquellen und wird dadurch sehr anfällig.
  2. Chemische Einflüsse: Die chemo-thermische Aufbereitung, aber auch der Einsatz von Desinfektionsmitteln kann die Durchlässigkeit der Oberflächenstruktur mit der Zeit erhöhen.
  3. Physikalische Einflüsse: Einstiche (etwa durch Nadeln) oder auch Risse stören die Schutzfunktion des Encasings, Keime können durchdringen.

Problematisch ist zudem, dass Verunreinigungen der Matratze beim Einsatz eines herkömmlichen Encasings – diese sind in der Regel farbig und undurchsichtig – auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. Ob eine Matratze bereits von einem Strike Through betroffen ist, lässt sich also nur feststellen, wenn das Encasing entfernt wird. Ähnlich wie bei einem Trojanischen Pferd zeigt sich oftmals erst dann, was von außen nicht sichtbar ist: Flächige Kontaminationen, die einen Nährboden für Keime darstellen, die Übertragung nosokomialer Infektionen begünstigt und somit ein Gesundheitsrisiko für Patienten darstellt.

Es sind also mehrere Schwachstellen, die mit den herkömmlichen Schutzbezügen einhergehen.

Strike Through bedeutet, dass Urin, Blut oder andere Absonderungen den Schutzbezug (Encasing) durchdringen und den Matratzenkern mit Körperflüssigkeiten und potentiell infektiösem Sekret kontaminieren.

Lentex® – eine Entscheidung für die Hygiene

Erwägen Pflegeheime oder Kliniken die Neuanschaffung von Matratzen, sollten sie vor allem potentielle Risiken wie nosokomiale Infektionen kennen und Systeme aussuchen, die den Anforderungen an Hygiene gerecht werden.

Die Lentex® Hygienematratze, bei der eine Schutzschicht fest auf den Matratzenkern laminiert ist und sie so zu einer Einheit macht, adressiert eben diese Herausforderungen in der Pflege: Weil die Matratze frei von Nähten und Reißverschlüssen ist, können weder Flüssigkeiten noch Mikroorganismen eindringen. So wird ein Strike Through verhindert.

Dabei unterstützt auch die besondere Oberflächenstruktur der Lentex® Hygienematratzen: Aufgrund der speziellen Aufbereitung des hierbei verwendeten Polyurethans entsteht im Gegensatz zu herkömmlichen Encasings eine komplett geschlossene Beschichtung, die extrem robust gegen Hydrolyse ist und damit langfristig – auch unter Einsatz von Desinfektionsmitteln – ein Durchdringen von Flüssigkeiten verhindert. Gleichzeitig sorgt die „Active Membrane Technology” für einen optimalen Luftaustausch. Dabei ist die Aufbereitung der Lentex® Hygienematratzen denkbar einfach und oberflächenschonend: Während herkömmliche Matratzen inkl. Encasing in der Regel in einem aufwendigen Prozess thermisch/maschinell gereinigt werden müssen, genügt hier eine Wischdesinfektion.

Gut zu wissen

Einmal beschädigt, lassen sich konventionelle Matratzen nicht reparieren, sondern müssen komplett entsorgt werden. Sollte es zu Beschädigungen bei der Lentex® Hygienematratze kommen, lassen sich diese unkompliziert mit einem speziellen Klebeband reparieren – die Matratzen können entsprechend weiterverwendet werden.

Hoher Liegekomfort, kein Dekubitus

Zudem verfügen die Lentex® Hygienematratzen über einen hochwertigen Schaumstoff, sodass sich hohe Druckentlastungswerte ergeben. Gerade für bettlägerige Pflegebedürftige ist dies ein wichtiges Kriterium: Aufgrund ihrer Merkmale eignet sich die Matratze deswegen auch zur Dekubitusprophylaxe bzw. zur Behandlung von Dekubitus bis zum Grad 3. Die Matratze bietet bis zu 20 Prozent mehr Druckentlastung als Matratzen mit gleichem Schaumkern und Encasing. Pflegebedürftige profitieren ebenfalls von einem guten Liegegefühl, weil ihr Gewicht optimal verteilt ist. Selbst beim Aufstellen des Kopfteils bilden sich keine Falten im Bezug, die den Liegekomfort beeinträchtigen könnten.

Aber nicht nur was Hygiene und Dekubitus anbelangt, haben die Hygienematratzen Vorteile, sondern auch in Sachen Nachhaltigkeit: Die Waterlily®-Matratze, die mit der Lentex®-Technologie ausgestattet ist, ist etwa aus besonders umweltschonenden Materialien hergestellt. Weil auf zusätzliche Bezüge und damit Reißverschlüsse verzichtet werden kann, entfallen mehrere Arbeitsschritte im Herstellungsprozess. Zudem ist eine thermische Aufbereitung in Autoklaven nicht mehr notwendig – und das spart erhebliche Energie und Recyclingkosten.